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"Gentechnik 101"

Semestereröffnungsabend mit Wissenschaftlicher Sitzung

Karlsruhe. Mit dem Ende der Prüfungsphase beginnt auch wieder das neue Semester in Karlsruhe. Dementsprechend begann unser Programm für das Sommersemester 2019 am Dienstag den 23.04.1029 mit dem Eröffnungsabend. Nach der langen Vorlesungsfreien Zeit freuten sich Aktive und Alte Herren auf diese Begegnung und nach einer kurzen Ansprache des neuen Seniors Bbr. Emilio Rivera begann auch die erste Wissenschaftliche Sitzung. Unter dem Titel “Gentechnik 101” erzählte unser Bbr. Rafael Ibrahim über die Definition und Grundlagen der Gentechnik.

Die Gentechnik ist eines von vielen Teilgebieten aus der Biotechnologie und basiert auf der Molekularbiologie und Genetik. Sie wendet sich an der Veränderung und Charakterisierung von Erbmaterial. Bei der Übertragung oder dem Einbau von fremden Genmaterial kann das Erbgut von lebenden Organismen gezielt verändert werden, um erwünschte Merkmale hervorzuheben. Dies unterscheidet die Gentechnik von den klassischen Methoden der Züchtung die vollkommen auf Glück basieren.

Schon vor ungefähr 8000 Jahren wurde im heutigen Mexiko das Erbgut des Teosinte-Getreide verändert, um den Ertrag zu erhöhen und ihn Pilzresistent zu machen. Daraus entstanden die Vorläufer der heutigen Mais-Sorten. Trotzdem begann die moderne Geschichte der Gentechnik erst 1971 als Ray Wu und Ellen Taylor eine Sequenz von zwölf Basenpaaren eines Lambdavirus abtrennten. Des Weiteren wurden im Jahre 1977 Methoden zur DNA-Sequenzierung entwickelt und man stellte zum ersten Mal ein menschliches Protein in ein Bakterium her.

Darauffolgend erklärte der Referent die Anwendungsbereiche, in denen die Gentechnik unterschieden wird. Die Rote Gentechnik befasse sich mit der Anwendung im Bereich der Medizin, um diagnostische Verfahren und Arzneimitteln zu entwickeln. Bei der Weißen Gentechnik verändere man Mikroorganismen, um sie in der Mikrobiologie und Umweltschutztechnik einzusetzen. Die Grüne Gentechnik würde auch als Agrogentechnik bezeichnet, da es sich um die Anwendung gentechnischer Verfahren in der Pflanzenzüchtung handelt. Hierbei würden heutzutage grundsätzlich insekten- und herbizidresistente Pflanzen vermarktet.

Anschließend endete der Vortrag mit einer interessanten Diskussion, in der alle Anwesenden ihre Meinung über das Thema allgemein ausdrücken konnten. Somit erlernten wir die Grundlagen über unser Semesterthema, um im weiteren Verlauf des Sommersemesters in Anwendungsbereichen der Gentechnik zu vertiefen. Nach dem Vortrag ließen die Anwesenden den Abend mit einem Imbiss und begeisternden Gesprächen ausklingen. Mit der Eröffnung unseres Programms ist diese besondere unitarische Atmosphäre, die unsere Veranstaltungen immer prägt, wieder im schönen Unitas-Haus zu fühlen.