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„Automatisierung – Aufstieg der Maschine?“

Wissenschaftliche Sitzung von Bbr. Emilio Rivera

Karlsruhe. Am 13. November wartete auf die Franco-Alemannia ein weiterer spannender Vortrag zu unserem Semesterthema „Künstliche Intelligenz“. Mit seinem Thema „Automatisierung – Aufstieg der Maschine?“ versammelte Bbr. Emilio Rivera sowohl die Aktivitas als auch ein paar Alte Herren. Mit seinem Vortrag sprach er vor allem über die Effizienz der immer mehr zum Einsatz kommenden Technik, aber auch über ihre arbeitsplatzgefährdende Bedrohung.

Den Einstig bildete ein kleiner zeitlicher Rückblick auf die Innovationen in der Landwirtschaft, dort wo vor 100 Jahren noch von Hand ein Feld umgegraben wurde. Anhand dieses Sektors lässt sich der Aufstieg der Maschine sehr gut erkennen. Die Entwicklung von Pflügen, die von Tieren gezogen wurden über erste Traktoren bis hin zu heutigen multifunktionellen Agrarmaschinen zeigt deutlich, welche Bedeutung wir den Maschinen zusprechen und welche Effizienzsteigerung wir von ihnen erhoffen.
Doch genau diese erwartete Produktivität gefährdet unsere Arbeitsplätze sehr schwerwiegend. So schaffte es zum Beispiel das Unternehmen Google im Jahr 2012 3 Mrd. USD mehr Umsatz zu erwirtschaften als General Motors 1979, als mehr als das 10fache an Arbeiter angestellt war. Bbr. Rivera dazu: "Dies zeigt, dass sich aus Sicht der Unternehmen eine Investition in Automatisierung und das Heranziehen von maschineller Unterstützung positiver auf Umsatz und Effizienz auswirkt, als die Investition in menschliche Ressourcen und Fachpersonal."

Die Unterstützung und Voranbringung solcher Technologien erfordere also auch eine Auseinandersetzung mit dem Thema Arbeitslosigkeit bzw. der allgemeinen Nachfrage nach Fachpersonal in naher Zukunft. Denn Fakt sei, dass in Zukunft weniger Arbeitskräfte notwendig seien, um gleichzeitig mehr Umsatz zu erzeugen.

Dieser Problematik widmete sich der Vortragende ebenso in der zweiten Hälfte seines Vortrags. Er brachte ein neues Konzept für Sozialhilfe aufs Tapet, das sogenannte "Bürgerliche Grundeinkommen", kurz BGE. Die Idee dahinter ist ein auf die Bevölkerung aufgeteilter, gleichmäßiger Einkommenssatz, der den beruflichen Status eines einzelnen außer Acht lässt. Allerdings sei dieses Konzept noch nicht ganz ausgereift und anwendbar. Die Meinung des Referenten dazu: "Auch wenn in ein paar Ländern bereits Versuche damit laufen, bedarf es noch mehr Forschung und Feldversuche, bevor ein solches Konzept stabil in Kraft treten kann."

Abschließend konnte zusammengefasst werden: die Maschinen kommen nicht, sie sind bereits da. Es bedarf eines großen Denkens und eines Weiterdenkens, wenn wir diese Technologien weiter vorantreiben. Mit diesen Impulsen klang der Abend noch gemütlich bei der ein oder anderen Diskussion und dem ein oder anderen Getränk aus.