Propaganda durch Sport

3. Wissenschaftliche Sitzung

Karlsruhe. Bbr. Marius Wehrle zeigte uns in seiner Fuxen-WS historische und aktuelle Beispiele, in denen die Politik Einfluss auf den Sport nimmt, um ihn für ihre eigenen Zwecke zu nutzen.

Zigtausende im Stadion, Millionen vor den Fernsehern. Die Menschen sind begeistert, Emotionen kochen. Da wäre es doch schade, wenn dieser nicht ganz günstigen Spaß nicht auch politisch Vorteile bringen würde. Bbr. Marius Wehrle zeigte uns in seiner Fuxen-WS Einblicke in den Sport, die wohl nicht dem Ideal von Olympia entsprechen. Über die Frage, ob es nun moralisch vertretbar sei, wenn sich China zur Stärkung ihres Fußball-Kaders in deutsche Regional-Ligen einkauft, kann man sicherlich streiten. Wenn aber die Propaganda so wichtig wird, dass Kinder unwissendlich gedopt werden (wie in der DDR) oder wenn hunderte Arbeiter auf den Baustellen der Fußball-WM in Katar sterben, müssen auch wir uns die Frage stellen, wie wir uns dazu positionieren.

In der anschließenden Diskussion wurden viele Anregungen und Vorschläge gemacht, die zum Teil auch kontrovers diskutiert wurden. Sicher ist jedoch, dass wir, von unserem christlichen Menschenbild ausgehend, nicht wegschauen dürfen, wenn Menschen für die Propaganda von Staaten missbraucht, zum bloßen Objekt der Politik gemacht und ihrer Würde beraubt werden.