Unitas 3.1 in der Anwendung

Unitarische Diskussionen in den Semesterferien

Karlsruhe. Kein Programm in der vorlesungsfreien Zeit? Nicht so bei der Unitas Franco-Alemannia. Die "veranstaltungsfreien" Dienstage in den Semesterferien wurden genutzt, um abseits des Semesterprogramms inne zu halten und über strategische Themen nachzudenken. Dazu hatte die Aktivitas auch interessierte Alte Herren eingeladen, um über verschiedene Aspekte insbesondere der Nachwuchsgewinnung zu diskutieren.

Den Startpunkt bildete ein Diskussionsabend zum effektiven Vorgehen bei Bewerbungsgesprächen für freie Zimmer: Wie stellen wir uns möglichst interessant vor? Welche Aspekte des unitarischen Miteinander müssen zwingend genannt werden? Durch welchen Fragen stellen wir am besten fest, ob ein Bewerber zu uns passt? Die intensive Beschäftigung mit diesen Fragen führte zu einem Leitfaden, an dem sich die Aktiven bei zukünftigen Bewerbungsgesprächen orientieren wollen.

Neben dem sicheren Auftreten bei potentiellen Spefüxen ist auch die Mitarbeit und Sichtbarkeit in der lokalen Pfarrgemeinde essentiell für eine nachhaltige Nachwuchsarbeit und die Außenwirkung. Der enge Kontakt in die Pfarrgemeinde durch die Mitarbeit im lokalen BDKJ, das soziale Projekt, dem aktiven Mitwirken an der Fronleichnamsprozession sowie der regelmäßige Besuch des Sonntagsgottesdienstes hat den Aktiven bereits einen gewissen Bekanntheitsstatus in der Pfarrgemeinde gebracht. In der gemeinsamen Diskussion wurden weitere Maßnahmen erarbeitet wie dieser bestehende Kontakt beispielsweise durch das Einladen von Gemeindepfarrer und Oberministranten zum traditionellen Dreikönigsgrillen ausgebaut und gefestigt werden kann, um ein positives Bild der Unitas bei potentiellen zukünftigen Mitgliedern zu wecken.

Zentraler Kern aller Diskussionen ist dabei das eigene Profil: Wer sind wir? Was sind wir? Für wen sind wir? In einem weiteren Diskussionsabend erarbeiteten Aktive und Alte Herren gemeinsam die aus dem Marketing bekannten USP - unique selling propositions. Dabei wurden einzeln die verschiedenen Bewerbertypen analysiert - vom Kandidaten der sich überlegt eher in eine Einzelwohnung zu ziehen, über den potentiellen Spefux der sich überlegt ins Studentenwohnheim zu gehen bis zum Kandidaten, der in eine katholische Verbindung möchte, sich aber noch zwischen CV, KV und UV entscheiden muss. Die inhaltlich tiefgehenden und wertvollen Diskussionen mündeten im Anschluss in einem kleinen Steckbrief, der die wesentlichen Überzeugungsargumente für die Unitas Franco-Alemannia enthält.

Unitas 3.1 ist der vom Unitas-Verband angestoßene Dialog-Prozess zur Profilschärfung und Zukunftssicherung der Verbandes und der einzelnen Vereine. Im Rahmen kleiner Workshops sollen dabei insbesondere die einzelnen Vereine immer wieder Rückschau halten, Ziele stecken und erreichte Ziele messen.