Geburtstag, das heißt Rückschau halten

Unitas Franco-Alemannia feiert 90-jähriges Bestehen

Vom 22. bis 24. Juni 2012 feierte die Unitas Franco-Alemannia ihr 90. Stiftungsfest. Das wichtigste Fest des Jahres war Anlass für zahlreiche Alte Herren mit ihren Familien die Karlsruher Unitas-Vereine zu besuchen.

Festkommers mit Rückschau

Den Auftakt der feierlichen Veranstaltungen bildete ein vom Senior Bbr. Benedikt Kerbeck geschlagener Festkommers, dessen thematischer Höhepunkt, die dialogische Festrede der Bbr.Bbr. Ingo Gabriel und Oliver Reiff, eine fast 50 Besucher zählende Corona begeistern konnte. Als Rückblick auf längst vergangene Aktivenzeiten rief sie so manche Erinnerung wach, zeigte uns Aktiven, dass sich die Probleme der Convente wiederholen und bot einen guten Überblick über die unitarischen Ereignisse der vergangenen 90 Jahre.

Zum Beispiel richtete die Franco-Alemannia bereits 1997 schon einmal einen Aktiventag aus und auch der Katholikentag 1992 war für die Karlsruher Anlass genug, sich aktiv auf Verbandsebene zu engagieren.

Auch eine andere historische Parallele blieb den beiden Festrednern nicht verborgen. So feiert neben der Franco-Alemannia noch ein weiteres Bonner Produkt das Bestehen seit 1922: Die Haribo Goldbären.

Und hierzu passte auch das Begleitprogramm, das die Aktivitas für die Besucher am Samstagnachmittag organisiert hatte. Während sich die erwachsenen Gäste die Kunstausstellung “Déjà-Vu – Die Kunst der Wiederholung. Von Dürer bis YouTube.” in der Karlsruher Kunsthalle ansahen, konnten die Kinder ihre eigenen Süßigkeiten malen, häkeln und basteln.

Geselliges Rahmenprogramm

Der Samstag bot bei Kaffe und Kuchen und dem späteren Spanferkelgrillen auch genug Zeit für einen geselligen Austausch. Während Bbr. Zacharias Heck, verkleidet und theatralisch auftretend, alle halbe Stunde Zitate aus alten Conventsprotokollen zum Besten gab, sorgte am Abend auch das bereits im Zuge des letzten Vereinsfests gegründete Gesangsensemble für Stimmung. Nicht zuletzt ein Geburtstagsständchen und Interpretationen verschiedener A-Cappella-Stücke brachten ihm tosenden Applaus und die Verpflichtung zu so mancher Zugabe.

Den inhaltlichen Bogen konnte die Morgensitzung am Sonntag spannen. Dr. Klaus Nippert, Leiter des Archivs am Karlsruher Institut für Technologie, hielt eine spannende Rede über die Enstehung der Karlsruher Hochschule. Vom Beginn als polytechnische Schule bis hin zum heutigen KIT hat unsere Universität dabei immer wieder die Vorreiterrolle eingenommen und diente als Prototyp vieler weiterer Forschungs- und Lehrmodelle.

Teilnehmer der Morgensitzung konnten auch erfahren, welchen Einfluss Studentenverbindungen auf die Entstehungsgeschichte hatten, der in Karlsruhe für einen naturwissenschaftlich-technischen Standort doch sehr ausgeprägt war.

Die neue Fahne

Ein Highlight der Veranstaltung darf zudem nicht unerwähnt bleiben: So wurde im Rahmen des Kommerses der Aktivitas die von den Alten Herren gestiftete neue Fahne übergeben, die die altersschwache, bald 50 Jahre alte ablösen wird. Sie wurde im Gottesdienst vor der Morgensitzung von Bbr. Pfarrer Erhard Bechtold geweiht.

von Bbr. Johannes Schäfer