"Die Erweckungsbewegung – Entstehung und Rolle in den Konfessionen"

Wissenschaftliche Sitzung mit Bbr. Christian Sutschet

Karlsruhe. Die erste Wissenschaftliche Sitzung im Sommersemester 2014 mit dem Titel „Die Erweckungsbewegung – Entstehung und Rolle in den Konfessionen“ fügte sich nahtlos in die Thematiken des letzten Theologischen Gesprächsabend und des AHZ zur Enzyklika Evangelii Gaudium ein: Wie will sich die Kirche erneuern?

 

Bbr. Christian Sutschet stellte mit vielen Beispielen die Entwicklung der Erweckungsbewegung dar. Er stellte dabei besonders heraus, dass man nicht von einer einzigen organisierten Erweckungsbewegung sprechen kann. 

Im Laufe der letzten vier Jahrhunderte entwickelten sich viele unterschiedliche Ausprägungen des ursprünglichen Gedankens, die Beziehung zwischen Mensch und Gott in den Mittelpunkt der Religion zu stellen. So sind insbesondere in den Vereinigten Staaten fundamentalistische Baptistengemeinden neben liberalen Baptistengemeinden anzutreffen, zudem gibt es Quäker, Methodisten oder Pietisten, die sich der Erweckungsbewegung angehörig fühlen.

Auch die katholische Kirche hat inzwischen mit Bibelkreisen und alternativen Gottesdiensten einige Bestandteile der Erweckungsbewegung mit aufgenommen.

In der an den Vortrag anschließenden Diskussion fanden die theologischen Fragestellungen bezüglich der Impulse zu Erneuerung der Kirche wie auch persönliche Erfahrungen aus Amerika und Afrika ihren Platz und so klang der Abend inhaltlich anspruchsvoll aber gemütlich aus.

Text: Bbr. Zacharias Heck
Fotos: Bbr. Ingo Gabriel