"Haste mal Feuer?"

Unitas Franco-Alemannia besucht Aktiventag des Verbandes auf Burg Rothenfels

"Haste mal Feuer?" – unter diesem Motto stand der diesjährige Aktiventag der Unitas.
Er fand vom 22.-24.10.2010 auf der Burg Rothenfels statt – einem alten Gemäuer in der Nähe von Würzburg.

Und angesichts der eisigen Temperaturen hätte sich sicher mancher gewünscht, ein wenig mehr Feuer zu haben. Doch auch so stellte sich bald nach der Anreise am Freitag eine gemütliche Stimmung ein, die von freundschaftlichen Gesprächen, aber auch hitzigen Diskussionen geprägt war. Es dauerte nicht lang bis sich der erste Bundesbruder ans Klavier gesetzt hatte und eine große Gruppe, angeführt von Karlsruher und Heidelberger Bundesbrüder, lauthals unitarisches Liedgut zum besten gab.

Der Samstag stand ganz im Zeichen von inhaltlichen Beiträgen. Den Anfang machte Herr Dr. Johannes Kreier mit seinem Vortrag zu christlichen Identitäten. Dabei bereicherte er sein Thema mit vielen Beispielen aus seinem Leben als Hochschulpfarrer in Saarbrücken, an denen er durchaus auch Konflikte und Probleme innerhalb der katholischen Kirche aufzeigte. Nach dem Mittagessen folgte ein Vortrag zur Geschichte der Burg Rothenfels, der von Farbenbruder PD Dr. Achin Budde einer lieben K.St.V. Westmark zu Bonn im KV gehalten wurde und einen willkommenen thematischen Exkurs darstellte. Bis zu Kaffee und Kuchen folgten Workshops, in denen die einzelnen Vereine darlegten, wie sie den katholischen Glauben in ihrem Semesterprogramm, aber auch tagtäglich auf ihrem Haus praktizieren. Das gab uns die Gelegenheit auf neue Ideen zu stoßen und insbesondere wurde aber deutlich, wie vielfältig die katholische Leben bei der Franco-Alemannia doch stattfindet.

Nach dem gemeinschaftlichen Kaffee folgte ein hochtheologischer Vortrag von Herrn Prof. Dr. Ansgar Wucherpfennig SJ, Professor der Theologie in Frankfurt, über die Exegese der Johannes-Offenbarung und wie diese uns neues Feuer geben kann. Nach einer körpelichen und geistigen Stärkung durch Abendessen und Vorabendsandacht, folgte die obligatorische Festkneipe. Das war für die mitgereisten Füxe und Spefüxe die Möglichkeit auch diese Form des studentischen Brauchtums kennen zu lernen beziehungsweise erneut zu genießen. Offiziell vertreten durch unsere drei Hochchargen unter den Chargierten hatten alle Karlsruher viel Freude an der – vom Senior einer lieben Unitas Hetania geschlagenen – Festkneipe und ließen im Anschluss den Abend gemütlich ausklingen.

Der Kernpunkt des Programms am Sonntag war natürlich der gemeinsame Gottedienst in der Sankt-Josefs-Kirche in Bergrothenfels. Unser geistlicher Beirat Bbr. Helmut Wiechmann betete insbesondere auch für den – an diesem Wochenende zum Kardinal ernannten – Bbr. Reinhard Marx. Nach dem Gottesdienst folgte noch ein moderiertes Gesprächsforum zur Gretchenfrage: „Sag, wie hast du's mit der Religion?“, an dem Vertreter aus Politik, Medien, Wirtschaft, Kirche und Gesellschaft teilnahmen. Nach dem Essen verließen dann alle den Spessart um einige Erfahrungen reicher, die einen mit dem Auto, die anderen starteten eine über sechsstündige Odysee mit Zug und Bus.

Rechtzeitig zum Ende zeigte sich dann auch noch die Sonne, passend zu den Worten unseres theologischen Beirats…  „Wer Gott in sich trägt, braucht nicht zu zittern“.