"Asyl und Flucht in Europa – wo sind unsere Grenzen?"

Vereinsfest Hl. Maria Immaculata mit Festvortrag von MdL Alexander Salomon

Schon mit wenigen Monaten musste Jesus in Ägypten Asyl suchen, da er von König Herodes verfolgt wurde. Da das Thema Asyl aber auch heute noch aktuell ist, beschäftigte sich das Erste Vereinsfest am 9.12. mit diesem Thema. Pfarrer Hans-Jörg Krieg ging in der morgendlichen Eucharistiefeier insbesondere auf die Verpflichtung ein, als Christ Menschen in Not zu helfen und rief zu einem offenen Umgang mit Fremden auf.

In der anschließenden Morgensitzung wurde der Blick mehr auf die europäische Perspektive gerichtet. Alexander Salomon, MdL für Bündnis 90/Die Grünen, sprach zum Thema „Asyl und Flucht in Europa – wo sind unsere Grenzen?“. Er veranschaulichte dazu zunächst die Situation im Kosovo, da mehr als 80% der Asylsuchenden in Deutschland angeben, von dort zu stammen.

Dann konnte Alexander Salomon durch seine Arbeit im Petitionsausschuss – an diesen können sich abgelehnte Asylbewerber wenden – einen tiefen Einblick in die Situation der Asylbewerber in Baden-Württemberg liefern. Dabei ging er auch auf die notwendigen Veränderungen ein, um das Asylverfahren an die Erfordernisse einer modernen Demokratie und eines Staates, der weltweit für die Achtung der Menschenwürde eintritt, anzupassen.

Nach der Morgensitzung wurde der Umgang mit Asylbewerbern beim gemeinsamen Mittagessen im Restaurant Graf Zeppelin kontrovers diskutiert. Besonders erfreulich war, dass beim anschließenden Pirminentreffen einige Alte Herren anwesend waren, die in letzter Zeit keinen intensiven Kontakt zur Unitas in Karlsruhe mehr gepflegt haben.

Nachdem wir in diesem Semester bereits Veranstaltungen zum Sozialstaat, zu Lobbyismus, zu Recht und Gerechtigkeit und zum Kirchenrecht hatten, ergänzte das Ersten Vereinsfest diesen Blick auf die Demokratie durch eine weitere Facette. Wir laden alle ganz herzlich zu den weiteren Wissenschaftlichen Sitzungen zu den Themen Geschichte der Demokratie, Freiheit und Totalitarismus und Bürgerrechte ein. Hoffentlich wird es am Ende des Semesters nicht heißen: „Die Grünen sind ja auch Menschen“ (Zitat eines Alten Herren nach der Morgensitzung), sondern „Die Demokratie ist ja auch menschlich“.

von Bbr. Gabriel Garreis